Lehrstuhl für Landschaftsökologie und Geoinformation

Prähistorische Bodenerosion. Auswirkungen und Bedeutung

“Slash and Burn” beschreibt die Ackerbaustrategien der ersten Bauern. Diese waren im Neolithikum die ersten, welche die Landschaftsoberfläche der Erde signifikant veränderten. Mittels Literaturrecherche zeigt der vorliegende Beitrag die Auswirkungen und Bedeutung von Bodenerosion auf, welche in diesem Abschnitt der Menschheitsgeschichte stattfand. Ziel ist es, einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse im Hinblick auf die Auswirkungen prähistorischer Erosionsprozesse und deren Einfluss auf den globalen Kohlenstoffkreislauf zu geben.  Dies wird verknüpft mit archäologischen Untersuchungen zur Lebensweise der ersten Bauern in dem Gebiet Europas, die sozioökonomische und soziokulturelle Aspekte beinhaltet. Es werden auf der einen Seite die Vorteile, welche in der Kombination dieser zwei Forschungsfelder liegen aufgezeigt. Auf der anderen Seite werden mögliche Ursachen und Effekte dargestellt, die Defizite und offene Fragen der Untersuchungen und Modellierungen aufweisen bzw. Ansätze zur zukünftigen Verfeinerung liefern. Die Ergebnisse zeigen, dass zum einen bereits die ersten Bauern messbaren Einfluss auf den globalen Kohlenstoffkreislauf hatten, der einher mit fortschreitender Kultivierung und Bodenerosion geht. Zum anderen wird aufgezeigt, dass Studien die sich diachron mit Zeitabschnitten von vor tausenden von Jahren beschäftigen dabei helfen das Wissen über ökosystemare Langzeit Trends und Entwicklungen zu vergrößern. Dies wird ebenso in der Bewältigung zukünftiger Aufgaben im Umwelt-management hilfreich sein.

Verwendete Literatur