Lehrstuhl für Landschaftsökologie und Geoinformation

Erwartete Wirkungen des Klimawandels auf Wasserhaushalt und Wasserbewirtschaftung im US-Bundesstaat Kalifornien und Beispiele für Anpassungsmaßnahmen

Regionale Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich in einer Häufung von Extremereignissen wie Starkregen, Überflutungen, Hitzewellen oder Dürren. Zudem wird der globale Wasserhaushalt durch ansteigende mittlere Jahrestemperaturen und eine sich verschiebende atmosphärische Zirkulation beeinflusst. Dies gilt auch für den US-Bundesstaat Kalifornien. Dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) 2014) zufolge wird bis Ende des Jahrhunderts in diesem Gebiet eine Verringerung des mittleren Jahresniederschlags um 10 - 20 % erwartet. Dennoch wird eine ausgedehnte und wasserintensive Landwirtschaft betrieben. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über erwartete Wirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt Kaliforniens und der damit zusammenhängenden Bewässerungslandwirtschaft. Weiterhin werden auf Nachhaltigkeit zielende Anpassungsmaßnahmen wie Wasserplanungssysteme für eine effizientere Bewässerung oder die Aufbereitung von Ab- und Salzwasser diskutiert. Um den Mangel des verfügbaren Oberflächenwassers zu kompensieren, werden die Bewässerungssysteme derzeit verstärkt mit Grundwasser gespeist. Dies hat eine zunehmende Verknappung der Ressource zur Folge, welche die Versorgungssicherheit zusätzlich erschwert. Aufgrund wirtschaftlicher Zwänge müssen Managementmaßnahmen für eine effizientere Wassernutzung sorgen. Außerdem muss der Bau von Anlagen zur Wasseraufbereitung und Meerwasserentsalzung gefördert werden. So könnte ein erheblicher Teil der Nachfrage gedeckt werden. Aufgrund komplexer Zuständigkeiten für die Wasserversorgung, in die sowohl der Staat als auch private Unternehmen involviert sind, zeigt sich die Umsetzung politischer Anpassungsmaßnahmen jedoch problematisch.

Verwendete Literatur