Lehrstuhl für Landschaftsökologie und Geoinformation

Erdkabel-Trassen und Bodenschutz

18.03.2015

Erdkabel-Trasse. Foto: LBEGAm 12. März hat die Tagung Boden und Energiewende im Geozentrum Hannover stattgefunden, veranstaltet durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Die Energiewende: Ein Thema für unsere Böden

Anlässlich des Internationalen Jahr des Bodens 2015 diskutierten über 200 Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft über die Wirkung der Energiewende auf unsere Böden. Was müssen die Böden ertragen, wenn Erdkabel das Höchstspannungsnetz ergänzen? Was ist für den Schutz der endlichen Ressource Boden wichtig, wenn politisch ein Anteil von 20 bis 25 Prozent als Erdkabel-Trassen diskutiert wird?

Die bodenkundliche Baubegleitung mindert potenzielle Schäden

Ein Teil der Netzausbau-Schäden ist durch eine angepasste Bautechnik vermeidbar, z.B. die Begrünung oder Abdeckung von Fahrstreifen, einen Baustopp bei feuchten Bodenverhältnissen sowie die Nutzung von Kettenfahrzeugen. Für die Bildung von zwei Zentimetern Boden sind nämlich rund 500 Jahre nötig – verbraucht werden in Deutschland jedoch 70 Hektar täglich. Die Fachleute sind sich einig: Besonders wichtig ist die Eindämmung des hohen Flächenverbrauch sowie der Erhalt der landwirtschaftlichen Erträge auf den Netzausbau-Eingriffsflächen.

Näheres zur Tagung

Näheres zum Netzausbau-Vorhaben SuedLink

Fernsehbeitrag zum Thema Stromtrasse SuedLink

Link zum Karten-Download Umweltbericht Erdkabel

Textauszug BMU-Studie 2012 zum Thema Erdkabel-Trassen und Bodenschutz