Lehrstuhl für Landschaftsökologie und Geoinformation

Die Pflanzenkrankheit Mehltau vorhersagen

19.01.2015

Mehltau-Infektionsereignisse SH, Masterarbeit Wolfgang HamerUm den Befall von Winterweizen durch den Pilz Echter Mehltau Blumeria graminis besser vorhersagen zu können, ist im November 2014 ein neues Forschungsprojekt gestartet. Unter dem Dach der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft soll das Institut für Phytopathologie gemeinsam mit dem Lehrstuhl Physische Geographie ein regionalisiertes Vorhersagemodell der Pflanzenkrankheit in der Programmiersprache R entwickeln.

Wetterabhängige Pilz-Infektionen vorhersagen

Basierend auf dem Zusammenhang der Pilz-Infektion mit den Klimaelementen Temperatur, Windstärke, Niederschlag und Luftfeuchte soll nun flächenhaft modelliert werden - mit einem Standortmodell, das die Stärke und Häufigkeit des Befalls in Schleswig-Holstein vorhersagt.

Ökosysteme und Landwirtschaft profitieren

Das ist gut für die Ökosysteme und auch ökonomisch sinnvoll: "Das Modell soll ermöglichen, dass die in der konventionellen Landwirtschaft üblichen Pflanzenschutzmittel zielgenau vor den Phasen mit sehr hohem Befallsrisiko ausgebracht werden können und nicht pauschal ohne Berücksichtigung der auslösenden Faktoren", betont der Doktorand Wolfgang Hamer. Die Prognose der Infektion mit dem Mehltau-Erreger kann Einbußen vermeiden und so den Winterweizen-Ertrag im Bundesland sichern.

Nationaler Aktionsplan des BMEL

Näheres zum Anbau von Winterweizen in SH

Näheres zum Thema Mehltau an Winterweizen

Masterarbeit zum Thema Modellierung des Mehltaubefalls

Artikel zum Thema Mehltaubefall in Großbritannien von Te Beest et al. 2008