Lehrstuhl für Landschaftsökologie und Geoinformation

WiSe2011

Tag der Geodateninfrastruktur

Logo GDI-SH, Arbeitskreis Geodaten   

(22.03.2011) Am 5. April 2011 lädt der Arbeitskreis Geodaten des Landes Schleswig-Holstein ein zum dritten Tag der Geodateninfrastruktur. Unter dem Motto GDI-SH goes INSPIRE: Wir sind GDI-SH! finden in Kiel Vorträge und Diskussionen rund um das Thema Geodaten-Nutzung im Auditorium Maximum der CAU statt. Der Arbeitskreis, angegliedert an das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein, ist betraut mit der Umsetzung der EU-Richtlinie 2007/2/EG in die Geodateninfrastruktur des Landes (GDI-SH). Die EU-Richtlinie INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in Europe) dient dem Ziel, die Geodaten-Nutzung für die Öffentlichkeit, die Verwaltung, die Wissenschaft und die Wirtschaft zu regeln und zu vereinfachen. Um der Richtlinie zu entsprechen, die bis Mitte Mai 2011 von der Bundesrepublik einen Monitoring-Bericht an die Europäische Kommission einfordert, hat das Land Schleswig-Holstein bereits im Dezember 2010 das neueGeodateninfrastrukturgesetz (GDIG) umgesetzt. Beim Tag der Geodateninfrastruktur stehen für alle Interessierte  Informationen aus laufenden europäischen, länderbezogenen und kommunalen Projekten und Verfahren bereit, und Präsentationen von ausgewählten Fachfirmen runden die Tagung ab. Dabei stellt die GDI-SH Best Practice-Beispiele vor und steht für eine Diskussion sehr gern zur Verfügung. Der Arbeitskreis Geodaten freut sich auf Ihre Anmeldung bis zum 28. März.

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Erste Bachelor-Arbeiten der Landschaftsökologie Kiel: Climate Change & Ecosystems

Av. Fontes Pereira de Melo, Lissabon. Foto: Sarah Gottwald   
 

(16.03.2011) Landschaftsentwicklung und urbane Lebenswelt sind im Geographie-Studium aktuelle und wichtige Themen. Aber was bedeuten Klimaveränderungen für die Trockengebiete der Erde eigentlich? Die ersten vier Bachelor-Arbeiten am Lehrstuhl Physische Geographie der CAU ergründen, welche Prozesse auf dem texanischen Granit-Komplex des Enchanted Rock sowie auf trockenheitsgefährdetem Grünland in Europa wirken, was Ergebnisse von Datierungen, Röntgenspektroskopie und Gaswechselmessungen über das Klima, den Boden und die Vegetation vor Ort erzählen, wie Grünflächen in Lissabon dazu beitragen, die Überhitzung von Stadtgebieten zu mildern und welchen Mehrwert der Stadtpark Eduardo VII als Erlebnisraum für die Bevölkerung hat. Sind die Themen auch für die Gesellschaft relevant, oder vielmehr nur für die Schublade? Die Arbeiten zeigen: Alle vier Bachelorabsolventinnen und -absolventen interessieren sich nicht nur für interdisziplinäre Fragestellungen an der Schnittstelle Gesellschaft, Kultur und Umwelt im Wandel. Sie belegen auch, dass die Studierenden nach ihrer Ausbildung am Kieler Geographischen Institut selbstständig im Ausland wie auch in Deutschland arbeiten und anwendungsorientierte Forschungsfragen erfolgreich lösen können. Die Abstracts der Studierenden zeigen, wie exzellent landschaftsökologisches Forschen bereits nach sechs Semestern aussehen kann.

Öffentlicher Workshop Erosionsprozesse

Desertifikation, Firmenportal Geohumus International GmbH   

(3.02.2011) Am 11. Februar 2011 wird im Rahmen des ersten Master-Jahrgang an der Kieler Geographie der Workshop Bodenerosion und Massenbewegungenstattfinden. Unter dem Motto Verlieren wir den Boden unter den Füßen? Was geht mich Erosion denn an? laden die Studierenden im MasterstudiengangUmweltgeographie und Umweltmanagement (UGM) zu ihrer Tagung ein, bei der auch Interessierte außerhalb der Universität herzlich eingeladen sind. Vor dem Hintergrund, dass die Anforderungen der Boden- und Landschaftsnutzung weltweit steigen und katastrophal wirkende Massenbewegungen wie beispielsweise Erdrutsche durch Klimaänderungen verstärkt werden, stellen die Studierenden die Frage, was Erosion mit unserer Nahrungsversorgung zu tun hat. Wie kann Erosion eingeschätzt und die Bodennutzung nachhaltig gestaltet werden? Welche Handlungsempfehlungen gehen aus den aktuellen, weltweiten Studien zur Degradationsbekämpfung und zur Anpassung an stärkere Trockenheit, schwerere Regenfälle und Boden erodierende Windeinwirkungen hervor? Als Gastredner hält Herr Dr. Stefan Dreibrodt (Institut für Ökosystemforschung) einen Fachvortrag zu Erosionsprozessen. Zusätzlich präsentieren die Studierenden informative Poster-Beiträge und beantworten gern Fragen zu dem aktuell hoch relevanten Themenkomplex Risikoforschung in Umweltsystemen.

    


 

E-Learning-Plattform ermöglicht kooperatives Lernen

Logo OLAT, Universität Zürich   

(12.01.2011) Studierende im Seminar Physische Geographie sollen sich auch online in einer geschützten Lernumgebung austauschen und Zugriff auf Arbeitsmaterialien erhalten. Zu diesem Zweck hat das Team um Dipl.-Geogr. Kirstin Marx ein virtuelles Seminar in der Lernplattform OLAT exemplarisch erstellt. Der Kurs stellt nützliche Ordner, ein interaktives Forum sowie ein von Teilnehmenden erstelltes Wiki bereit. Das Projekt-Team kritisiert, dass es derzeit auf Homepages oder Instituts-Netzwerken zahlreiche unterschiedliche und komplizierte Systeme für einen Zugang zu Lernmaterialien gibt. Die bisherigen Systeme ermöglichen keinen kooperativen Austausch unter Studierenden wie auch mit Lehrenden, was mit den Zielen der CAU – transparente Lernumgebungen und studierendenzentrierte Lehre – nicht vereinbar ist. Pünktlich zum Sommersemester 2010 ist an der CAU die erste interne e-Learning-Förderrunde gestartet, bei der aus 34 Anträgen 13 Projekte den Zuschlag erhalten haben. Pioniere im Geographischen Institut waren noch vor dem Pilotprojekt von Kirstin Marx zusammen mit Lutz Vollmer die LearnGIS-Kurse des Zentrum für Geoinformation (ZfG) sowie die Projekte GeoZeit und GeoTV der AG Geomedien. Aktuell ist die dritte Ausschreibung von E-Learning-Fördermitteln gestartet: Bewerbungsschluss ist der 31. Januar.