Lehrstuhl für Landschaftsökologie und Geoinformation

SoSe2013

E-Learning: Erstmals Gesamtbild aus Sicht der Mitarbeitenden

Logo Lernplattform OpenOLAT, frentix GmbH   

(25.09.2013) Ergebnisse einer Online-Umfrage am Geographischen Institut Kiel haben gezeigt, dass die Beschäftigten noch viel Geduld mit der technischen Handhabung des Lernmanagementsystem OpenOLAT und mehr Informationen zum Potenzial von didaktischen Tools benötigen. Von Anfang Juni bis Anfang Juli 2013 konnten wissenschaftliche und technisch-administrative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Meinung zu E-Learning und zur zentralen Lernplattform der CAU (OpenOLAT) übermitteln und persönliche Hürden auf ihrem Weg zur E-Learning Nutzung benennen. Über den mit mehr als 47 Prozent hohen Rücklauf freut sich besonders das Geo E-Learning Team, welches sich seit dem Jahr 2010 für E-Learning am Geographischen Institut stark macht. In seinem Projekt QualitätsNetz Geo3.0 (QGeo3.0) hat das Team jetzt eine Institut-weite E-Learning Struktur entworfen, die alle Kurse der Kieler Geographie einfach auffindbar und von überall aus zugänglich machen soll. Das Projekt QGeo3.0 wird gefördert durch das BMBF-Programm Qualitätspakt Lehre, an der CAU vertreten durch PerLe (Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen). Dank der Förderung konnte die innovative Kursstruktur in nur wenigen Monaten entwickelt werden: Bereits Mitte Oktober diskutiert das Instituts-Direktorium die Einführung der neuen E-Learning Struktur.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

  


 

Jahrestagung der IALE-D

Elbufer, Dresden-Wachwitz. Foto: Ralf-Uwe Syrbe  

(18.09.2013) Vom 10. bis 12. Oktober 2013 lädt die deutsche Sektion der Internationalen Gesellschaft für Landschaftsökologie (IALE-D) ein zur Jahrestagung nach Dresden. Unter dem Motto Vielfältige Landschaften: Biodiversität, Ökosystem-Dienstleistungen und Lebensqualität finden Vorträge und Diskussionen im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) statt. Der Verein IALE-D, angegliedert an die International Association for Landscape Ecology (IALE), macht sich stark für die landschaftsökologische Forschung, ihre Anwendung in der Praxis sowie die Kommunikation unter Fachleuten. In der 1999 gegründeten deutschen Sektion engagieren sich Landschaftsforschende, Planerinnen und Planer sowie alle an Mensch-Umwelt Beziehungen Interessierte für eine transdisziplinäre Forschung und einen stetigen Erfahrungsaustausch in Landschaftsplanung und Umweltmanagement. Themen der diesjährigen Tagung sind Ökosystem-Dienstleistungen, insbesondere Bewertung, Planung und Lenkungsformen (Governance) von Landschaften. Die Organisatoren der Jahrestagung 2013, Herr Dr. Ulrich Walz und Herr Dr. Ralf-Uwe Syrbe, freuen sich auf Ihre Online-Anmeldung bis zum 20. September.

 
 
 
  

 

Resource Management: Raumordnung unter Tage
 
Logo Speicherforschung, BMWi  

(01.08.2013) Um erneuerbare Energien zu fördern, wird die äußerste Schicht der Erde als Speichermedium immer wichtiger. Vom 17. bis 18. Juli 2013 fand ein Auftaktworkshop zum Thema Oberflächennahe Speicher im Wissenschaftszentrum Kiel statt. Mehr als 100 Teilnehmende sind der Einladung der Angewandte Geowissenschaften Kiel gefolgt, um mögliche Untergrundnutzungen abzustimmen auf die oberirdische Raumplanung, z.B. den Naturschutz. Damit geht das BMBF-Projekt Auswirkungen der Nutzung des geologischen Untergrundes als thermischer, elektrischer oder stofflicher Speicher im Kontext der Energiewende (ANGUS+) in die Startphase, in der Szenarien zur Berechnung und Auswertung von hydrogeologischen, geophysikalischen sowie thermisch-geochemischen Parametern im Fokus stehen. Beteiligt im seitens des 6. Energieforschungsprogramm geförderten Projektverbund zu Energiespeicher-Technologien sind die Partner Ruhr-Universität Bochum (RUB),Deutsches Geoforschungszentrum (GFZ)Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) gemeinsam mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Der Lehrstuhl für Physische Geographie LGI&ZfG beteiligte sich mit einem Vortrag zum Thema Digitaler Raumplanungsatlas 3D. Damit Planungen, die für den Untergrund gelten, koordiniert und vorsorgend gesteuert werden können, sollen bis Mitte 2016 Informationen über die Oberflächennutzungen in Schleswig-Holstein für Entscheider in der Politik aufbereitet sein – als web-basiertes DSS (Decision Support System) zur Ausweisung von Energiespeicher-Vorrangflächen.

 
 


Geotainment für die Tourismus-Branche

 
Sehenswerte Orte am Windebyer Noor. Karte: Google Earth, Rainer Duttmann  

(15.07.2013) Erste Ergebnisse im Projekt Windebyer Noor in 3D begeistern mehr als 200 Interessierte: Am 3. Juli 2013 haben sie auf Carlshöhe von angehenden Master of Umweltgeographie und -management (UGM) erfahren, inwiefern die vielfältigen archäologischen Funde bei Eckernförde als Virtueller Erlebnispfad Windebyer Noor inszeniert werden können. Wie wird die bis in die Steinzeit zurückreichende Geschichte für Internet-Nutzende lebendig? Ist es möglich, spannende Animationen und verlässliche Fakten zu integrieren? Im Lehr-Forschungsprojekt des Lehrstuhl für Physische Geographie zeigten die Studierenden gemeinsam mit ihren Dozenten und Vertretern von Landesamt und Landesmuseum, wie dramatisch sich die Landschaft teilweise verändert hat. Technisch begleitet durch das Zentrum für Geoinformation (ZfG) haben sie demonstriert, dass der Raumbezug die touristischen Entwicklungen vorwärts bringen kann: Die auf Geodaten und Karteninformationen basierenden Visualisierungen sind unterhaltsam und wissensorientiert – Raum und Besiedlung werden so an zehn Fundstellen in 3D erlebbar. Die neuen Geoinformatischen Anwendungen fördern die Stadt Eckernförde – in ForschungHeimatpflege und Tourismus.

 

 

 




Öffentlicher Workshop Change!
 
Laufveränderungen Elbe bei Vockerode, Sachsen-Anhalt. Karte: Jan Merkens und Thea-Lina Müller  

(20.06.2013) Am 21. Juni 2013 wird im Rahmen des Master-Kurs Ökologische Raumanalyse und Bewertung der Workshop Change! stattfinden. Unter dem MottoVeränderungen analysieren in Stadtgebieten und Agrarlandschaften laden die angehenden Master of Umweltgeographie und -management (UGM) gemeinsam mit den texanischen Studierenden der Sommerschule Study Geoinformation Abroad zum Workshop ein, bei dem auch Interessierte außerhalb der Universität herzlich willkommen sind. Räumliche und zeitliche Veränderungsprozesse erzeugen komplexe Wechselwirkungen zwischen Ökonomie und Ökologie, welche die Studierenden anhand von Praxisbeispielen erörtern, z.B. zu Erneuerbaren Energien oder zum Elbe-Hochwasser 2013. Neben den Impuls-Postervorträgen der Masterstudierenden präsentieren die texanischen Gäste die aktuellen Arbeitsergebnisse aus Kieler Stadtteilprojekten und beantworten gern Fragen zur Standortanalyse mittels Geographische Informationssysteme (GIS). Ihre Forschung in der fünfwöchigen Sommerschule zeigen sie zusammen mit einer Bachelor-Studiengruppe ab 13 Uhr im Foyer vor dem Hörsaal Geographie. Den Projekterfolg des studentischen Kooperationsprogramm können alle Interessierte mitfeiern – beim anschließenden Grillfest des Zentrum für Geoinformation (ZfG) im Lauris Park.

 
 
Programm „Study Geoinformation Abroad“ ist gestartet
 
Logo Texas State University, Universität Texas State San Marcos  

(07.06.2013) Auch in diesem Jahr stellt sich die Arbeitsgruppe Landschaftsökologie und Geoinformation (LGI) der Aufgabe, die Internationalisierung zu fördern. Mitte Mai 2013 startete eine fünfwöchige Sommerschule für Studierende der Texas State University am Zentrum für Geoinformation (ZfG). Dabei bietet die Kieler Geoinformation Einblicke in aktuelle Entwicklungen der europäischen GIS-Forschung; weitere exzellente Geoinformations-Initiativen in Lübeck, Hamburg und Berlin erkunden die Texanerinnen und Texaner in einem einwöchigen Besuchsprogramm. Der internationale Austausch wird dabei besonders gefördert: gemeinsam mit acht Kieler Studentinnen und Studenten forschen die 16 amerikanischen Studierenden an transdisziplinären Problemstellungen und erarbeiten Konzepte für lokale Projekte. In Kooperation mit dem Stadtplanungsamt Kiel sind die Studierenden in zwei Stadtteilprojekten in der Innenstadt und in der Wik tätig. Außerdem analysieren sie wichtige Standortfaktoren für eine Apotheke in Kanal-Nähe und kartieren potentielle Bienenstock-Standorte für das Projekt Kieler Honig. „Wir freuen uns sehr, dass dieses studentische Kooperationsprogramm erfolgreich gestartet ist und sind bereits heute gespannt auf den Abschluss-Workshop am 21. Juni“, so die Leiter des Study Geoinformation Abroad Programm, Herr Prof. Sven Fuhrmann und Herr Prof. Rainer Duttmann.

 
Prähistorische Fördelandschaft in 3D
 
Fundplatz Broosbyer Koppel, Eckernförde. Foto: Anke Sauer  

(30.05.2013) Das LGI-Projekt Windebyer Noor in 3D schlägt Wellen: Die Eckernförder Zeitung vom 18. April 2013 berichtet, wie der Kieler Lehrstuhl für Physische Geographie als Kooperationspartner der Heimatgemeinschaft Eckernförde Neues und Wissenswertes zur prähistorischen Fördelandschaft beiträgt. Wie könnte das Windebyer Noor in der Vor- und Frühgeschichte ausgesehen haben? Was erzählen uns die über 20 Muschelhaufen, ehemalige Abfallhaufen aus Küchenabfällen der  Eisenzeit, die in Ufernähe rund um das Noor gefunden worden sind? Seit November 2012 erarbeiten vier angehende Master of Umweltgeographie und -management (UGM) ein stratigraphisches Profil sowie ein GIS-gestütztes Inventar des glazialen Zungenbecken und seiner Kulturgeschichte – technisch begleitet durch das Zentrum für Geoinformation (ZfG). Initiiert wurde das Lernprojekt, welches das eigenständige und ergebnisoffene Forschen fördert, durch Herrn Prof. Rainer Duttmann: Gemeinsam mit seinen Studierenden setzt der Geograph Akzente auf forschungsbasierte Lehre. Durch ihre Arbeit tragen die Master-Studierenden dazu bei, dass künftig dreidimensionale Simulationen zur Landschafts­ent­wick­lung an den sehenswerten Orten im Gebiet für die lokale Bevölkerung sowie für Touristinnen und Touristen abrufbar werden.

 
   


Ringvorlesung zum 50-jährigen MNF-Jubiläum

 
Logo Math-Nat-Fakultät, CAU Kiel  

(05.04.2013) Am 8. April 2013 startet die Ringvorlesung Wissen schafft Zukunft zum 50. Fakultätsgeburtstag: Ausgewählte Expertinnen und Experten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät werden Einblicke bieten in aktuelle Themen aus Geographie, Physik, Pharmazie und Mathematik sowie aus Biologie, Chemie, Geo- und Meereswissenschaften. Im Eröffnungsvortrag Kultur + Klima = Kollaps? beantwortet der Kieler Geologe und Ökosystemforscher, Herr Prof. Ingmar B. Unkel beispielsweise die Frage, ob das Verschwinden der Maya-Kultur, des historischen Khmer-Reich sowie der Kultur des antiken Griechenland zu Recht mit dem Klima in Verbindung gebracht wird. Waren diese Gesellschaften besonders anfällig, oder projizieren wir heutige Bedrohungen durch den anthropogenen Klimawandel? Nach der feierlichen Eröffnungsveranstaltung folgen weitere sieben Montags-Termine, die die fachübergreifende und zukunftsorientierte Forschung an der Fakultät aufgreifen. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen, jeweils in der Zeit von 17 bis 18 Uhr im Hans-Geiger-Hörsaal in der Leibnizstraße 13 mit dabei zu sein, zum Beispiel zu den Themen die Welt im Röntgenblick und wie Schleimpilze helfen, menschliche Krankheiten zu erforschen am 15. und 22. April.